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Создан: 17.05.2004
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Artikel-1 fuer Ponchik77

Суббота, 21 Августа 2004 г. 17:37 + в цитатник
Mann, geht's uns gut!

© Gaby Gerster
Sind glücklich ohne Kerl: Hanni Luck, Bettina Harnicke, Renate Nössner, Birgit Lienau und Hildegard Bastrup (v.l.)


Immer mehr Frauen leben ohne feste Partner - und sind glücklich dabei. Recht so, sagt stern-Autorin Evelyn Holst und wettert über "Beziehungsbescheuerte", die ihre "schnarchenden Schlaffis" viel zu lange ertragen

"Schau dich mal um", sagt meine Freundin, "nur noch Weiber. Langsam sterben die Männer aus." Es ist Freitagabend, wir sitzen im Hamburger In-Lokal "3 Tageszeiten" - und sie hat Recht. Fast jeder Tisch ist mit Frauen besetzt, Frauen zwischen 40 und 60; die wenigen Männer wirken fast verloren. Der Laden brummt, Prosecco fließt reichlich. Als Ralph Larouette sein Restaurant vor fünf Jahren eröffnete, hielt er Frauentische für seinen gastronomischen Ruin. "Frauen teilen sich ein Glas Schorle und einen Salat ohne Dressing", wurde er gewarnt, "und wenn kein Mann am Nebentisch sitzt, mit dem sie flirten können, gehen sie schon vor dem Tiramisu."

Zum Glück von Ralph Larouette erwiesen sich diese düsteren Prognosen als blanker Quatsch. Denn nicht immer, aber immer öfter sind Frauen unter sich. Lange und lustig. Im Restaurant, auf Reisen, im Kino, im Fitnessclub. Wo das Auge hinschaut, Frauen ohne Männer. Wie in arabischen Ländern, nur ohne Kopftücher. Finden die keinen Mann - oder wollen sie etwa gar keinen mehr?
Die kompletten Ergebnisse der großen stern-Umfrage



© stern
Prozentsumme größer als 100, da Mehrfachnennung möglich


Laut Statistik kommen 52 Prozent männliche auf 48 Prozent weibliche Singles; da aber 20 Prozent der Frauen im Alter von 20 bis 55 Jahren allein leben, müssen sich die passenden Männer verflüchtigt haben. Wohin? Sie können doch nicht alle schwul oder Priester geworden sein oder noch an Mamis Rockzipfel hängen. Muss aber wohl so sein, denn die gefühlte Wirklichkeit der Frauen sagt, aller Statistik zum Trotz: Es gibt ganz eindeutig nicht genug Männer.

Die Chance für eine Singlefrau ab 40, einen passenden Partner zu finden, scheint kleiner zu sein als ein Sechser im Lotto. Ich kenne jede Menge toller Frauen, attraktiv, beruflich erfolgreich, witzig, die ohne Mann leben, aber keinen einzigen guten Mann, der ohne Frau lebt. Reines Verteilungsproblem, versichern Soziologen. Die Zahlen passen, nur die Kompatibilitäten nicht. Weil nämlich geschiedene Frauen oft schlau sind (sonst wären sie ja nicht geschieden) und deswegen einen schlauen Mann suchen, schlaue Männer ab spätestens 40 aber jüngere Frauen suchen - und finden. Auf gut Deutsch: Genug Männer sind zwar da, aber nicht genug gute.

Bettina Harnicke, 47

Verkäuferin bei Ralph Lauren, geschieden, lebt mit den Kindern Paulina, 11, und Gregor, 8, in Hamburg
Tausendmal lieber lebe ich allein als in einer schlechten Beziehung. Vor etwa fünf Jahren habe ich gemerkt, dass es zwischen meinem Mann und mir nicht mehr läuft. Wir haben viel gestritten, nur noch wenig geredet. Seit wir geschieden sind, verstehen wir uns besser. Ich bin mit meiner Situation zufrieden, muss niemandem Rechenschaft ablegen, genieße es, Zeit mit meinen beiden Kindern zu verbringen und zu erleben, wie Paulina langsam in die Pubertät kommt, anfängt, sich für Jungs zu interessieren und von der Hochzeit mit ihrem Märchenprinzen träumt. Auch ich glaube, dass eine harmonische Zweierbeziehung das Schönste ist, was es gibt. Aber nicht um jeden Preis!
Also: Vergiss George Clooney, vergiss den attraktiven Chefarzt mit dem Grübchen im Kinn und den Pianistenhänden. Den hat sich längst eine geschnappt, gegen die du so alt aussiehst wie unsere Fußballhelden in Portugal. Freunde dich an mit dem Gedanken an Dieter Pfaff, wenn der nicht schon vergeben wäre, oder an den verschlurften Briefträger, der immer die Pakete aus der Nachbarschaft bei dir abgibt. Das Leben ist ungerecht, hör trotzdem auf zu jammern und befolge den klugen Rat: "Erweitere deinen Horizont, es muss ja nicht immer der Richtige sein, auch mit dem Falschen kannst du jede Menge Spaß haben."

Wie die Stewardess Nadja S.*: "Die Palette derer, die ich von 30 bis 39 durchprobiert habe, reichte vom 21-jährigen Jurastudenten aus Bulgarien bis zu meinem Klempner, der mich zu seinem 58. Geburtstag einlud. Danach hab ich mir geschworen - keine Kompromisse mehr, nur noch der Urknall oder gar nichts." Das ist jetzt drei Jahre her, und dass es noch nicht geknallt hat, stresst Nadja nicht mehr. Es war ein langer Weg bis zu dieser Gelassenheit; ein Weg, den viele Single-Frauen noch vor sich haben. Sie brauchen zwar den Mann nicht mehr als Jäger, der ihnen das Bärenfell zu Füßen legt, sie brauchen ihn als eine Art Gütesiegel: Ich bin eine vollwertige Frau, seht her, hier ist der Beweis - ein Mann! Ich werde geadelt durch einen Kerl, der mein Nachbarkopfkissen voll schnarcht und seine Schmuddelwäsche vor den Wäschekorb werfen wird! Ich bin ganz Frau, weil ich endlich meinen Vibrator weglegen und einen waschechten Orgasmus vortäuschen kann!
Renate Nössner, 36

Taxifahrerin aus München, hat einen 15-jährigen Sohn
Ich brauch keinen Mann, um glücklich zu sein. Männer sind faule Würschtel! Gockeln ständig durch die Gegend, nur um ihr Selbstwertgefühl aufzupolieren. Im Taxi krieg ich das alles mit: Diese Businesstypen, laut und überheblich sind sie und an jedem Ohr ein Handy. Erst telefonieren sie mit ihrer Geliebten, um das Date fürs Wochenende klarzumachen. Dann rufen sie ihre Frau an, die Stimme wird sanft, die üblichen Ausreden folgen: viel zu tun, Termine verzögern sich, Ausflüge mit Geschäftspartnern - sorry, Schatz. Auf solche Spielchen hab ich keine Lust. Ich war immer schon unabhängig, hab mich nie untergeordnet. Deswegen fahr ich Taxi. Männer sind auch oft so träge, das regt mich auf! Am Anfang sind sie Feuer und Flamme, aber sobald der Alltag einsetzt, ändern sie sich. Allein aus dem Grund würde ich nie mit einem Mann zusammenziehen. Nur für Sex nehme ich mir hin und wieder einen Mann. Weil ich den ja leider nicht ausschwitzen kann.
Dieses blöde, hartnäckige Mantra: Ich hab einen abgekriegt! Warum nur fühlen sich viele Frauen so wertlos, nutzlos, wenn sie keinen abgekriegt haben? "Ich habe mir eigentlich nie die Frage gestellt, ob ich einen Mann in meinem Leben brauche", erzählt die 52-jährige Maria. "Mein Leben lang war klar, dass es sich gehört, einen zu haben. Mein Vater war die Sorte Mann, die immer das größte Stück Fleisch bekommen und felsenfeste Ansichten haben. Eine Frau heiratet. Basta. Dass ich einen Beruf lernte, war schon eine Art Survival-Programm. 'Damit du dir notfalls dein Geld selbst verdienen kannst...' Notfalls! Was ich selber will, darüber habe ich nie nachgedacht."

Damit fing Maria erst an, als sie Ende 40 war und mehrere Partnerschaften hinter sich hatte. Mit sich allein und "ohne ständige Suchbewegungen" begriff sie, dass ihr ohne Mann nichts fehlte. Eine Erkenntnis, zu der mehr und mehr weibliche Singles gelangen: In einer vom stern in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Forsa bei gut 1000 Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, die ohne Partner leben, sagten lediglich zwei Prozent, sie würden ihr Leben nicht genießen.


Сергей_Белозёров   обратиться по имени Суббота, 21 Августа 2004 г. 17:58 (ссылка)
"Tausendmal lieber lebe ich allein
als in einer schlechten Beziehung" ... и это правильно!
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Schatzel   обратиться по имени Суббота, 21 Августа 2004 г. 18:14 (ссылка)
Сергей_Белозёров,

да, безусловно ... жаль только картинки с диаграммами ... того ...
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Ponchik77   обратиться по имени Понедельник, 23 Августа 2004 г. 09:50 (ссылка)
Danke schoen!
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KOSTlK   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 10:21 (ссылка)
Echt... ohne Worte.....
arme Frauen ....
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Schatzel   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 13:06 (ссылка)
KOSTlK,

это ты со своего холма счастливого партнерства, брака и семьи в одном флаконе ТАК это видишь. А у них другая жизнь, другие приоритеты и другие проделанные опыты ...
Поэтому я верю им, когда они говорят, что счастливы в одиночестве.
Если кинешь в личку свой мэйл-адрес, пришлю тебе вордовский файл этой статьи, потому что статистика не добавилась и фотографии тоже, а они о многом говорят.
"Лучше быть одному, чем с кем попало, лучше быть голодным, чем с кем попало"
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Ponchik77   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 13:26 (ссылка)
Schatzel, а в последней фразе оговорочки по Фрейду...
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Schatzel   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 13:33 (ссылка)
Ponchik77,

я не увидела ... я чего-то не поняла?
Так ты его хочешь полностью? Шли мыло в личку, ибо там диаграммки оччень интересные
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Ponchik77   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 14:18 (ссылка)
Schatzel, я имела в виду вот эту фразу: "Лучше быть одному, чем с кем попало, лучше быть голодным, чем с кем попало". Вторая часть странно сформулирована: можно истолковать слово голодный в непрямом его значении, и тогда "лучше быть голодным, чем с кем попало" приобретет некий пошловатый оттенок...Ну сама понимаешь, кто о чем...
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Schatzel   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 15:26 (ссылка)
Ponchik77,

и вправду, Сигизмунд водил явно моею трепетной рукой!
СОРРИ, ОЧЕПЯТКА!!!
Всем известный верный вариант:
"Лучше быть одному, чем с кем попало, лучше быть голодным, чем есть, что попало"
Я удивилась твоей реакции и конец статьи изучать внимательно стала, но там ничего не нашед, тебе написамши :)
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Ponchik77   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 16:48 (ссылка)
Schatzel, неспроста опечатка-то...
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Schatzel   обратиться по имени Вторник, 24 Августа 2004 г. 20:34 (ссылка)
Ponchik77,

спроста и чирей не вскочит :)
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