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Neurotische Depression.

, 02 2006 . 21:53 +

 Unterschiedliche Formen depressiver Erkrankungen stellen die häufigsten psychischen Störungen überhaupt dar. Die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gibt in den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (GDPPN) eine Übersicht über die Häufigkeit der Depression. Demnach leiden mehr als 10 % der Gesamtbevölkerung an depressiven Störungen. Die Zahl schwerer und damit unbedingt behandlungsbedürftiger depressiver Erkrankungen wird mit 2 bis 7 % angegeben. Die Lebenszeitprävalenz, d. h., das Risiko eines Menschen im Laufe seiner Lebensspanne zumindest einmal an einer Depression zu erkranken, wird mit 7 bis 18 % beziffert.

Depressionen können seelisch bedingt sein (neurotische Depression bzw. reaktive Depression), vorwiegend anlagebedingt (endogene Depression) oder auch somatisch bedingt, beispielsweise als Symptom einer Körpererkrankung oder als Nebenwirkung von Medikamenten.

Die neurotische Depression stellt innerhalb des Spektrums depressiver Erkrankungen die größte Gruppe dar. Im allgemeinen geht man davon aus, dass es sich bei einer neurotische n Depression in der Momentaufnahme zwar meist nicht um ein besonders schweres depressives Erscheinungsbild handelt, die Symptomatik allerdings oft schon im Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter beginnt und unbehandelt oft einen chronischen Verlauf nimmt. Unter Berücksichtigung der Chronifizierungsprozesse entsteht so bei vielen an einer neurotische n Depression Erkrankten ein erheblicher Leidensdruck.

Bei einer neurotische n Depression geht man davon aus, dass psychologische Faktoren eine ganz wesentliche, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle spielen. Die Betrachtung des lebensgeschichtlichen Zusammenhanges zeigt oftmals typische Konflikte in frühen und prägenden Kindheitsjahren, die von der betreffenden Person internalisiert, d. h. verinnerlicht worden sind und somit im erwachsenen Alter ihre Relevanz behalten. Exemplarisch skizziert könnte der Werdegang eines Menschen, der später an einer neurotische n Depression erkrankt, etwa wie folgt aussehen.

(Beispiel ) Frau A. wird geboren als älteste von 4 Geschwistern einer emotional überforderten Mutter. Mit großer Sensibilität ausgestattet, erspürt Frau A. nun in frühen Kinderjahren die mütterliche Überforderung. Sie richtet ihr ganzes Verhalten darauf aus, brav zu sein, der Mutter keinen Kummer zu bereiten und diese zu unterstützen. Unangepasst zu sein, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern erweckt Schuldgefühle, weil Frau A. unbewußt realisiert, dass sie hierdurch die mütterliche Überforderung verstärken kann. Um dennoch in den Genuss mütterlicher Zuwendung und Bestätigung zu gelangen, entwickelt Frau A. Umwege. Sie „wählt“ früh die Rolle von Mutters Großer, die sich selbstlos und bescheiden um die jüngeren Geschwister kümmert und die Mutter hierdurch entlastet. Sie wird Lob und Bestätigung von der Mutter erhalten, aber stets über den Umweg eine Leistung erbracht zu haben. Obwohl die Beziehung zur Mutter insgesamt gut und tragfähig sein mag, wird bei Frau A. ein ständig nagender Zweifel zurückbleiben, ob sie so gemocht und geliebt wird sie ist oder ob sie Zuneigung nur deshalb erfährt, weil sie sich im Dienste der Mutter engagiert. Dieser Grundkonflikt wird in die Persönlichkeit von Frau A. eingehen. Sie wird möglicherweise den Beruf einer Krankenschwester oder einen anderen sozialen Beruf erwählen, wo sie das fortführen kann, was sie im Elternhaus gelernt hat. Sie wird sich beruflich um andere Menschen kümmern und auch in der Familie ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zurückstellen. Sie wird möglicherweise ihre Zuwendung für anderen Menschen übertreiben.
Getrieben ist sie dabei von einem oft unbewußten Wunsch, durch das starke Engagement für andere Menschen gemocht und geliebt zu werden. Mit einer solchen depressiven Persönlichkeitsstruktur kann Frau A. in ihrem Leben durchaus sehr erfolgreich sein, sozial engagiert und von anderen Menschen sehr geschätzt. Zur Dekompensation und zum Auftreten depressiver Krankheitssymptome kommt es meist dann, wenn der ursprüngliche Konflikt aus der Kindheit wiederbelebt wird. Dies kann zum Beispiel durch gravierende lebensverändernde Ereignisse sein. Der Tod der Mutter oder eine partnerschaftliche Trennung beispielsweise können dazu führen, dass Frau A. sich eingestehen muss, das Ausmaß an Liebe, Zuneigung und Wertschätzung, das sie sich immer gewünscht hat, von der geliebten Person endgültig nicht mehr erhalten zu können. (Oftmals sind auslösende Situationen aber viel alltäglicher und werden in ihrer emotionalen Bedeutung verkannt).

Dies führt nicht alleine zu einer schweren Enttäuschung, sondern auch zu Gefühlen von Ärger und Wut auf die enttäuschende Person. Genau diese aggressiven Gefühle kann Frau A sich allerdings nicht eingestehen, da sie nicht zu ihrem Selbstbild passen. In der Fachsprache sagt man, dass diese Gefühle verdrängt bleiben. Mit der Verdrängung sind die Gefühle allerdings nicht einfach zum Verschwinden gebracht. Gleichsam in einer Umkehrung, in einer „Wendung gegen das Selbst“ richten sich die aggressiven Gefühle jetzt gegen die eigene Person. Aus dem Vorwurf der Anklage wird jetzt eine depressive Selbstanklage „ich kann nichts, ich schaffe nichts, ich bin nichts wert“.

 

 



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, 27 2006 . 22:08 +

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